

Ort: Halde Sorge-Settendorf (bei Berga-Wünschendorf)
Wie immer, Eintritt, Parken, Zelten = Frei
Infos
Das 28. Halden-Festival scharrt schon mit den Hufen. Immer noch kostenlos und frei zugänglich. Wie in den letzten Jahren zählen wir trotzdem auf eure Unterstützung. Jahrelang haben die Bands auf der Halde nur für Verpflegung, einen Platz in der Punkrock Hall of Fame und Referenzen im Lebenslauf gespielt. In den letzten Jahren haben wir euch darum gebeten, ein paar Spenden dazulassen, um den Bands wenigstens die Fahrtkosten zu erstatten. Das ist nicht nur angebracht und fair, sondern hat auch gut funktioniert. Deshalb gilt auch dieses Jahr: Wenn ihr könnt, werft gern was in die Spendendosen oder rundet an der Bar mal auf. Danke dafür.
Das Festival bleibt ein Selbstausbeutungsprojekt. Niemand verdient und alle gewinnen. Wenn ihr uns unterstützen wollt, meldet euch gern.
Wir wollen gern mit euch ein entspanntes Wochenende verbringen und hoffen auf eine Stimmung, bei der sich alle wohlfühlen können. Uns ist bewusst, dass ein Festival auch immer ein bisschen Flucht aus der Realität ist. Bitte vergesst trotzdem nicht, dass ihr nicht alleine seid mit eurem Wunsch nach Abwechslung.
Party, Festival, Eskalation, Punk, Weltuntergang? Ja!
Aber:
Belästigung beginnt dort, wo sich eine Person belästigt fühlt. Punkt.
Respektiert eure eigenen Konsumgrenzen und achtet auch auf eure Freundinnen. Sprecht uns an, wenn ihr feststellt, dass es einer Person nicht gut geht. Der Platz vor der Bühne ist für alle da. Achtet auch hier aufeinander, damit alle Spaß haben können, unabhängig von individuellen körperlichen Voraussetzungen. Das Konzept Nationalismus konnte uns bis jetzt nicht überzeugen: Lasst Territorial- und Nationalflaggen oder sonstige Lappen einfach zu Hause Frei zugänglich heißt auch weiterhin nicht, dass jeder willkommen ist. Auf rechte, rassistische, sexistische, antisemitische Arschlochsmenschen können wir verzichten. Entsprechendes Verhalten wird nicht geduldet.
Bitte sprecht uns an, wenn ihr Probleme habt oder euch unwohl fühlt, dann können wir gemeinsam ein Lösung finden.
Punk bleibt politisch. Für ein respektvolles Miteinander.
Bands
Bruch – Scherben bringen Glück und bilden die Grundlage von Mosaiken. In Dresden gingen vor etlichen Jahren scheinbar Behälter für Punk, HC und Metal kaputt und wurden von aufmerksamen Bürger*innen neu formiert.
Crimson Rain – Wie klingen eigentlich fliegende Haare und hat ein Hit von Prince die Namensgebung beeinflusst? Die Antwort ist wie immer 161 und zumindest musikalisch ist der Punked Death ’n Roll der Leipziger dann doch recht weit vom lilanen Verwandten entfernt.
Dirk And The Seconds – Leicht rauh, mitunter melancholisch, aber melodisch im Vordergrund, hymnisch dahinter, unheimlich catchy untermalt. Könnt ihr live dazu zappeln, aber auch hüpfen. Kann Spuren von Garage, Rock und Punk enthalten.
DVA – Die verschwundenen Ausgänge spielen Falltürpunk. Einmal hineingetappt, bewerfen sie dich mit absurden Alltagsbeobachtungen, verpackt im Deutschpunkhitgewand.
Gebrechen – Immer noch Zuckerpunk aus Berlin. Immer noch knapp am Scheitern und immer noch geht es weiter, muss ja. Schöne Songs über unschöne Themen. Finger in die Wunde, auch wenn es die eigene ist.
Klostein – können laut Internetexpert*innen „eine gute Hygiene bei tatsächlich schlecht gereinigten Toiletten vortäuschen.“ Perfekt fürs AZ also. Und auch noch nachhaltig. 20 Jahre mitreißender Kellerpunksound, umtriebig und DIY. Urinal-Stadt Zwickau
Leberschaden – Die Leber ist u.a. für die Entgiftung des Körpers zuständig. Und wir alle wissen von führenden, lächelnden Chefärzten, dass es 2 große Risikofaktoren gibt: Alkohol und Chemnitz. Das vorliegende Exemplar vereint Beides und gehört damit zur Hochrisiko-Gossenpunk-Gruppe.
Neo Edding Terror – Dageblieben und dagegen. Songs wie Scheiß Provinz oder 2015 sprechen uns aus dem Herzen. Gereift wie guter Wein, nicht wie Milch in der Sonne. Für Geraer Verhältnisse junge Punkband mit Songs ohne unnötige Schnörkel.
No Meaning – Herbstpunk. Super Selbstbeschreibung. Einmal scheint die Sonne durch den bunten Laubwald, ein andermal klatscht dir der ganze Mumpitz stürmisch in die Fresse und manchmal fährst du nur auf Sicht. Leipzig
Schloidertrauma – Wie der DGB-Bundeskongress kürzlich bekanntgab, gibt es dieses Jahr Sonderurlaub für die Working Class Heroes aus dem nahen Mittelgebirge. Wohnortbedingt gibt es kompromisslose Street- / OI!-Punk-Songs über und gegen den alltäglichen Wahnsinn.
The Prim – Sinnvoller Tourstop zwischen Erfurt und Kobe (Jpn.) mit 6 Buchstaben. 20min auf die Fresse! Powerviolence Jena
Todschick Gekleidet – Eine gute Portion Antikapitalismus aus Leipzig.
Lauter, unbequemer, aktueller und sehr adretter Hc-Punk.
Tøle – Hunde auf’m Festival? Na gut, ausnahmsweise. Die Stadtmusikanten des Tierorchesters Plauen-Chemnitz sind nämlich echt herzig. Köterpunk statt Katzenjammer.
Ablauf
Freitag
20:15 – 21:00 Neo Edding Terror
21:30 – 22:15 No Meaning
22:45 – 23:30 Bruch
00:00 – 00:45 Dirk and the Seconds
01:15 – Todschick Gekleidet
Samstag
17:00 – 17:45 tba.
18:15 – 19:00 Tøle
19:30 – 20:15 Crimson Rain
20:45 – 21:30 Schloidertrauma
22:00 – 22:45 Klostein
23:15 – 23:45 The Prim
00:00 – DVA
Sonst noch?!
Cocktailbar, veganes Futter, schönes Wetter, saubere Schuhe, nette Menschen, Uranrückstände und haufenweise anderer Schmonz
Anfahrt
Nutzt zum Navigieren entweder die Bushaltestelle „Abzweig Settendorf“ oder die Koordinaten 50.737755, 12.215175
Dort auf den Feldweg, diesen bis er sich teilt entlang und dann einfach links über die Wiese. Der Platz ist wieder der, der es auch in den letzten Jahren war.
Für alle die ihren Orientierungssinn schulen und die Wunder der Provinz erkunden wollen, gibt es auch weiterhin die ausführliche, verschriftlichte Anfahrtsbeschreibung.






